welche Feuchte ist schädlich für Baukonstruktionen ?

Nur flüssiges Wasser schadet der Baukonstruktion. Wasserdampf, oft als Luftfeuchte bezeichnet ist jedoch gasförmig  und kann in diesem Zustand zu keinen Feuchtenschäden führen. Die Aufnahmefähigkeit von Wasser in der Luft ist temperaturabhängig. Je höher die Temperatur, desto mehr Wasser kann die Luft als Gas aufnehmen.  Die relative Luftfeuchtigkeit gibt an, wie viel Prozent der möglichen Wassermenge aufgenommen ist.

60% bei  25 Grad C sind  15 Gramm Wasser in 1 cbm Luft

60% bei  minus 10 ´Grad sind  1,2 Gramm Wasser in 1 cbm Luft

Wird 100% erreicht ist der Taupunkt erreicht und der zusätzliche Dampf wird Kondensat. Alle Baustoffe enthalten in der Regel eine gewisse Menge an flüssigen Wasser.  Kalksandstein, Holz, Zellulose, und andere sorptionsfähige Baustoffe nehmen in Abhängigkeit der relativen Feuchte flüssiges Wasser auf, noch bevor die Tauwassergrenze erreicht ist.  So kann z.B. eine oberflächennahe 16mm starke Holzverkleidung bei einer relativen Luftfeuchte zwischen 50 und 90%  650g Wasser pro qm  Wandfläche aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben. Eine dabei erreichte Stofffeuchte von 20% ist dabei unschädlich. Wird der Taupunkt längere Zeit unterschritten: (an kalten Innenwänden z.B. Fachwerk) so kann der sorptionsfähige Lehm nicht mehr aufnehmen die Folge Schimmel und ungünstiges Raumklima.  

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